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Wenn der Wind seine Runden zieht …

5 Kommentare

Geäst
                       ● Altes Geäst im Wald ●

Aufnahmeort: Niederlande


Verschlusszeit: 1/1000 Sek
Blendenzahl: F11
ISO: 1600
Brennweite: 58mm
Belichtungskorrektur: +0.7
Weißabgleich: PRE (nach eigenen Werten)
Fokus: mittelbetont, untere Bildhälfte
– ohne Blitz –

„Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm;
vorwärts, rückwärts, seitwärts ran;
Hacke, Spitze, hoch das Bein.“

Ein kleiner Spaziergang durch den Wald. Einen Tag zuvor hatte es ziemlich gestürmt & die Konsequenzen des Sturmes waren nicht zu übersehen.
Regen lag in der Luft, kühler Wind wehte einem ins Gesicht & es herrschte eine angenehme Atmosphäre.
Also zog ich über die Wiesen & durch die Wälder, habe die Luft genossen & versuchte ein wenig abzuschalten.
Schließlich kam ich an diese Stelle.

Auf dem Foto ist ein Geäst zu sehen, das von dem vorigen Sturm vermutlich heruntergerissen worden ist.
Es handelt sich um ein recht dunkles Bild, was jedoch gewollt ist. Es soll eine getrübte, etwas gedämpfte Stimmung übermitteln.
Ich denke, das habe ich durch die hohe Blendenzahl & Verschlusszeit auch geschafft.
Der Wald im Hintergrund differenziert sich lediglich durch eine Nuance von der Wiese. Das Geäst steht durch den darauf gerichteten Fokus im Mittelpunkt. Jedoch sticht dieses farblich nicht sonderlich heraus, da das Foto ausschließlich aus einer Komposition von Erdtönen besteht.
Insgesamt bin ich d’accord mit dem Bild, da ich meine spontane Idee zu meiner Zufriedenheit umsetzen konnte.

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Autor: Lana

18 years ● photographer ● equestrian ● guitarist

5 Kommentare zu “Wenn der Wind seine Runden zieht …

  1. Erinnert fast ein wenig an Edgar Poes Landschaften, kann aber auch sein, dass ich als Poe-Leser das nur so assoziiere:

    „Ich war den ganzen Tag lang geritten, einen grauen und lautlosen, melancholischen Herbsttag lang – durch eine eigentümlich öde und traurige Gegend, auf die erdrückend schwer die Wolken herabhingen. Da endlich, als die Schatten des Abends herniedersanken, sah ich das Stammschloß der Usher vor mir. Ich weiß nicht, wie es kam – aber ich wurde gleich beim ersten Anblick dieser Mauern von einem unerträglich trüben Gefühl befallen. Ich sage unerträglich, denn dies Gefühl wurde durch keine der poetischen und darum erleichternden Empfindungen gelindert, mit denen die Seele gewöhnlich selbst die finstersten Bilder des Trostlosen oder Schaurigen aufnimmt. Ich betrachtete das Bild vor mir – das einsame Gebäude in seiner einförmigen Umgebung, die kahlen Mauern, die toten, wie leere Augenhöhlen starrenden Fenster, die paar Büschel dürrer Binsen, die weißschimmernden Stümpfe abgestorbener Bäume – mit einer Niedergeschlagenheit, die ich mit keinem anderen Gefühl besser vergleichen kann als mit dem trostlosen Erwachen eines Opiumessers aus seinem Rausche ..“

    Das ist auf jeden Fall als großes Kompliment an dich gemeint 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Guten Abend,

    vielen Dank ! 🙂
    Konnte meine Intention, die ich bei der Aufnahme des Bildes verfolgt habe, streckenweise erstaunlich gut in dem Zitat wiederfinden. Gerade das, was in Richtung Melancholie & Einsamkeit geht.

    Vielen Dank für diesen produktiven Beitrag zu meinem Post !

    Lieben Gruß,

    Lana

    Gefällt mir

  3. Ja, ich kenne das Gefühl sehr gut und es freut mich, dass es Menschen gibt, die es ebenfalls kennen und iwie versuchen darzustellen, ob mit Kamera, Zeichnung oder Gedicht ..

    Ich muss leider schon schlafen, denn mein Tag beginnt morgen um halb Drei. Aber wenn ich wach werde in der Nacht, schau ich gerne in die Sterne. Wenn du auch hoch schaust, etwa heute Nacht, dann mag es sein, dass unsere Blicke sich treffen .. Gute Nacht 🙂

    Gefällt 1 Person

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